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Statistik

ATP-Rang
2
Siege : Niederlagen
65:13
Turnierteilnahmen
18
Turniertitel Einzel
5
 

Grand Slam Titel

 
 

History|2010

Im Januar gewinnt Roger an den Australian Open seinen 16 Grand Slam Titel. Einem vergleichsweise schwachen Sommer (mit Viertelfinalniederlagen in Paris und Wimbledon) folgt nach der Verpflichtung von Paul Annacone ein goldener Herbst, den Roger mit dem Sieg an den World Tour Finals krönt. Für seine Stiftung besucht der Schweizer im Feburar ein Projekt in Äthiopien und spielt zum Jahresende zwei Charity-Matches gegen Nadal.

 

Nach vorzeitigen Niederlagen in Abu Dhabi und Doha gewinnt Roger im Januar die Australien Open zum vierten Mal – sein 16. Grand Slam Titel. Er ist damit der erste Spieler seit Andre Agassi, der als Vater bei einem Major-Turnier die Trophäe in die Höhe stemmt.


Im Februar reist er nach Äthiopien und besucht eine Schule in Kore Roba. Diese wird im Rahmen des Projekts EFDA von seiner Stiftung unterstützt, davon möchte sich Roger ein Bild vor Ort machen. Der emotionale Empfang rührt ihn zu Tränen. Er spielt mit den Kindern Ping Pong, stellt sich ihren Fragen - und wird 45 Jahre alt geschätzt.


Aufgrund einer Lungenentzündung spielt er danach bis März keine Turniere mehr. Die Erkrankung verhindert ein seriöses Training und wird seinen weiteren Saisonverlauf entscheidend beeinflussen. Bei seinem Comeback auf der Tour in Indian Wells verliert er in der dritten Runde nach drei vergebenen Matchbällen gegen Marcos Baghdatis. Darauf scheitert er vorzeitig in Miami und Estoril, scheidet in Rom gar in der ersten Runde aus und wird im Final von Madrid von Nadal in zwei Sätzen besiegt.


In Paris verliert er als Titelverteidiger im Viertelfinal gegen den späteren Finalisten Robin Söderling. Es ist das erste Mal seit 23 Grand Slam Turnieren und über 6 Jahren, dass Roger nicht die Halbfinals erreicht. Am 7. Juni löst ihn Nadal als ATP-Nummer 1 ab, eine Woche bevor er Sampras' Rekord von 286 Wochen an der Spitze der Rangliste einstellen kann.


Auch in Wimbledon scheitert er im Viertelfinale an Tomas Berdych und erreicht damit zum ersten Mal seit 2002 in London nicht das Endspiel. Die ATP führt ihn am 5. Juli als Nummer 3 der Weltrangliste.


Ende Juli feiert Roger nicht nur den ersten Geburtstag seiner Zwillingstöchter, sondern verpflichtet - zuerst auf Testbasis, ab Ende August definitiv - mit Paul Annacone einen zweiten Coach neben Severin Lüthi. Die Veränderung im Team bekommt Roger gut, wie der erfolgreiche Rest der Saison beweisen wird.


Er erreicht die Finals von Toronto und Shanghai, den Halbfinal der US Open und gewinnt das Turnier von Cincinnati. Als er im Oktober in Stockholm antritt, ist er wieder die Nummer 2 der Welt und holt sich in Schweden den 3. Titel der Saison, den 64. seiner Karriere.


Wenige Tage später steht er auch im Endspiel seines Heimturniers in Basel, welches die 40.Austragung feiert. Bei der Siegerehrung schauen auch Myla und Charlene ihrem berühmten Papi zu, wie er seinen vierten Titel feiert - ein emotionaler Moment für den Schweizer.


In Paris-Bercy vergibt Roger zwar im Halbfinal fünf Matchbälle und scheidet gegen Gaël Monfils aus, fährt aber in Topform an die ATP World Tour Finals in London. In der englischen Hauptstadt trumpft er gross auf und gewinnt bis zum Final alle Spiele ohne Satzverlust. Dort spielt er gegen Nadal sein bestes Tennis, steckt auch den ärgerlichen Verlust des zweiten Satzes weg und gewinnt den dritten deutlich. Damit feiert er seinen fünften Weltmeistertitel und zieht mit Sampras und Lendl gleich - der Höhepunkt eines "goldenen Herbstes", wie die Presse titelt.


Zum Ende des Jahres treten Nadal und Roger nochmals zweimal gegeneinander an. Am 21. Dezember spielen sie das "Match for Africa" zugunsten der Roger Federer Foundation und treffen sich einen Tag später in Madrid - diesmal spielen sie für die Stiftung von Nadal. Die beiden aktuellen Topspieler der Tour nutzen damit ihre sportliche Rivalität ganz im weihnachtlichen Sinne für einen guten Zweck.