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Roland Garros - Webnews

12.06.2006 | Tennis

Sand im Kopf (NZZ online)

Am schwersten Sandturnier der Welt in Roland-Garros gilt bis auf weiteres eine eigene Hierarchie. In einem Duell der Generationen verlor der seit 124 Wochen als Weltnummer 1 regierende Schweizer Roger Federer gegen den fast fünf Jahre jüngeren Sandspezialisten Rafael Nadal erstmals in seiner Karriere einen Major-Final. Der Spanier entpuppte sich auf der roten Erde nicht als der bessere, aber als der effizientere Professional. Nadal hat nun Federer in diesem ersten Halbjahr viermal bezwungen, einmal auf Hartbelag, dreimal auf der «terre battue». Die deutliche Bilanz lässt vermuten, dass im Duell gegen Nadal für Federer ein Problem wohl auch im Kopf liegt. Im Schatten jeder Taktik lagern Zweifel, die sich nach missglückten Spielzügen oder vermeidbaren Fehlern dem Basler anschleichen, seinen Vorsatz torpedieren, gegen den gefährlichen Nadal die Aufgabe besonders gut zu lösen.

 

 

 

Wenn die Geschichte auf sich warten lässt (berlinonline.de)

Der Platz im Olymp bleibt bis auf weiteres frei. Seit dem ersten Tag der French Open ist darüber geredet worden, was es bedeuten würde, sollte Roger Federer im Finale der French Open seinen vierten Grand-Slam-Titel in Folge gewinnen und damit schaffen, was seit dem großen Rod Laver 69 keinem Tennisspieler mehr gelungen war. Doch Rafael Nadal, auch diesmal wieder stark wie ein Stier, zeigte, dass er eigene Vorstellungen von der Geschichte hat. Nach einem klar verlorenen ersten Satz richtete er sich zu voller Größe auf und gewann 1:6, 6:1, 6:4, 7:6.

 

Welche Bedeutung diese Partie zwischen der Nummer eins der Welt und der Nummer eins auf Sand hatte, das sah man schon vor dem ersten Ballwechsel bei einem Blick auf die Ränge am Court Central. Von 15 109 Plätzen waren schätzungsweise 15.100 besetzt, und wen die Leute als Sieger sehen wollten, das machten sie vom ersten Moment an unmissverständlich klar. Nach fünf Minuten stimmten sie die ersten Sprechchöre für Federer an, und so machten sie weiter bis zum Schluss, knapp drei Stunden später.

 

 

 

Weiterhin das Mass aller Dinge (Südostschweiz)

Sensationell – ein Wort, das von Journalisten gerne und (zu) schnell gebraucht wird. Hätte Roger Federer in Paris das vierte Grand-Slam-Turnier hintereinander für sich entschieden, wäre das Wort jedoch für einmal mehr als angebracht gewesen. Was zuletzt vor 37 Jahren einem Tennisspieler gelungen ist, schaffte der Schweizer nicht. Die Erklärung ist einfach: Er ist auch nur ein Mensch. Einer mit herausragenden Qualitäten auf dem Tennisplatz zwar, aber eben nicht unfehlbar. Federer hat seinen Platz in den Tennis-Geschichtsbüchern schon jetzt – mit erst 24 Jahren – auf sicher. Auf dem Weg dorthin ist aber auch sein gestriger Finalbezwinger Rafael Nadal. Der Spanier ist sogar erst seit einer Woche dem Teenager- alter entwachsen, aber jetzt schon ein ganz Grosser.

 

 

 

"Sandwalze" Nadal zu stark für Federer (sportgate.de)

Als Rafael Nadal um 18.19 Uhr auf dem Court Philippe Chatrier in den Sand sank, sich wie verliebt auf der roten Erde wälzte und anschließend mit dreckverschmiertem T-Shirt zu seiner Familie und seinen Freunden auf die Ehrentribüne kletterte, kauerte Federer gedankenverloren auf seinem Stuhl und musste die ausgelassene Freude des 20 Jahre alten Spaniers aus nächster Nähe mitansehen.

"Die rote Erde ist sein Königreich und die Herrschaft von Rafael Nadal auf diesem Belag fängt gerade erst an", schrieb die französische Sportzeitung "L'Equipe". "Wer soll diese Sandwalze stoppen?" Federer gelang es auch im vierten Finale 2006 nicht.

 

 

 

Kein «Roger-Slam» für die Weltnummer 1 (Schaffhauser Nachrichten)

Roger Federer muss den Traum von der French-Open-Krone um ein Jahr verschieben. Bei seiner ersten Finalteilnahme unterlag er dem spanischen Titelverteidiger Rafael Nadal.

Roger Federer verpasste damit auch einen weiteren grossen Eintrag in die Geschichtsbücher. Falls er die Partie gewonnen hätte, hätte er den «Roger-Slam» vollendet, den Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere hintereinander, wenn auch nicht im selben Kalenderjahr, was bisher erst Donald Budge, Roy Emerson, Rod Laver und Fred Perry und zuletzt Andre Agassi (1999) geschafft haben. «Ich bin schon enttäuscht, dass ich so kurz vor dem Ziel gescheitert bin», erklärte Federer nach der Siegerehrung gefasst. Für ihn geht mit der ersten Niederlage in einem Major-Turnier nach 27 Matchgewinnen und der Halbfinal-Niederlage in Paris 2005 gegen ... Nadal damit auch eine einzigartige Serie zu Ende: Der 24-Jährige hatte alle bisherigen sieben Grand-Slam-Endspiele gewonnen, die er bestritten hatte.

 

 

 

Nadal entzauberte müden Federer (Salzburger Nachrichten)

Auch im achten Anlauf konnte sich Roger Federer den lang ersehnten Traum vom ersten French-Open-Sieg seiner Karriere nicht erfüllen. Der Weltranglistenerste aus der Schweiz unterlag am Sonntag im Endspiel des bedeutendsten Sandplatzturniers dem wie entfesselt aufspielenden Titelverteidiger Rafael Nadal mit 6:1, 1:6, 4:6, 6:7 (4/7) und muss weiter auf den einzigen ihm noch fehlenden Grand-Slam-Titel warten.

 

 

 

 
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