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Athen 2004

16.08.2004 | Tennis

"Liebe Fans Ich danke euch erstmals für die vielen tröstenden Worte zu meinem Erlebnis in Athen. Viele von euch haben sich auch gefragt, wie ich mich fühle und was vorgefallen ist. Deshalb möchte ich einen kurzen Kommentar abgeben. Ich habe mir für meine Leistung an den Olympischen Spielen sicherlich nichts vorzuwerfen. Die Vorbereitung war sehr gut und ich habe 100%igen Einsatz gegeben. Schlussendlich war die Tagesform entscheidend und vieles lief gegen mich. Zudem hatte ich es nie richtig geschafft, mich mit den Bedingungen in Athen zurecht zu finden. Das sind alles Gründe, weshalb diese rasche Niederlage schmerzt. Die Erfahrung ist klar eine der schlechtesten meiner Karriere. Ich muss nun über diese Niederlage zu kommen und sie zu vergessen – was allerdings nicht mit verdrängen gleichzusetzen ist. Wichtig ist es, eine absolut gute Reaktion für das US Open zu zeigen, das ist im Moment auch meine grosse Motivation und mein grosses Ziel. Am Montag oder Dienstag fliege ich in die Staaten und ich freue mich auf die kommende Herausforderung." Für Roger sind die Medaillenträume in Athen leider vorbei. Er scheiterte in der 2. Runde des Einzels mit 6:4, 5:7, 5:7 am Tschechen Tomas Berdych (ATP 74) und danach mit Yves Allegro auch im Doppel. Roger war mit grossen Ambitionen angereist und er ist auch dementsprechend enttäuscht. Er erwischte auf dem zweitgrössten Platz der Anlage einen schwarzen Tag, wie er ihn in wichtigen Partien nur ganz selten erlebt. Den Startsatz gewann er dank eines Breaks zum 3:2 noch, danach bekam aber der Tscheche immer mehr Oberwasser. Das satzentscheidende Break zum 7:5 schenkte ihm Roger mit drei Doppelfehlern und einem Volleyfehler. Im dritten Satz hatte Roger bei 5:5 noch einmal vier Breakbälle, bei denen der Tscheche allerdings grossartig aufspielte. Wenig später verwertete Berdych mit einem Rückhand-Longlinewinner den Punkt zum grössten Sieg seiner Karriere. Dreieinhalb Stunden nach seinem Ausscheiden im Einzel unterlag Roger zusammen mit Yves Allegro in der 2. Runde des Doppels gegen Mahesh Bhupathi/Leander Paes (Ind/5) 2:6, 6:7 (7:9).

 

Roger hat im Einzel die erste Runde nicht ohne Mühe, aber letztlich doch ungefährdet überstanden. Er bezwang dabei den Russen Nikolai Dawidenko (ATP 56) 6:3, 5:7, 6:1. Roger musste im dritten Vergleich mit Dawidenko zum dritten Mal in die Verlängerung und liess seine auch in Athen zahlreichen Anhänger kurzzeitig zittern. Im zweiten Satz lag Roger zuerst 0:3 in Rückstand, schlug dann bei 5:4 zum Match auf, um dann zweimal hintereinander seinen Service und damit den Satz zu verlieren. Im dritten Satz ging Dawidenko 1:0 in Führung, mit sechs gewonnenen Games in Serie und aufeinanderfolgenden Breaks zum 2:1, 4:1 und 6:1 sorgte der Wimbledon-Sieger aber wieder für klare Verhältnisse. Am Dienstag um etwa 19 Uhr spielen Yves Allegro und Roger die nächste Runde im Doppel gegen Mahesh Bhupathi/Leander Paes.

 

Das Davis-Cup Doppel Yves Allegro / Roger Federer brauchte zum Auftakt des olympischen Turniers nicht einmal 50 Minuten zum überraschend klaren Erfolg gegen die Sieger von Costa do Sauipe: 6:3, 6:2. Nach einem frühen Break zum 3:1 beherrschten die beiden das Geschehen gegen Fyrstenberg/Matkowski jederzeit . Beweis ihrer Überlegenheit war die Dominanz bei eigenem Aufschlag: Roger musste nur fünf Punkte bei eigenem Aufschlag abgeben, Yves sogar nur zwei. «Wir haben solide gespielt, aber nichts Aussergewöhnliches. Das war ein guter Einstand ins Turnier», befand Yves Allegro, der bei seiner Olympia-Premiere keine Nervosität zeigte, der klar beste der drei «reinen» Doppelspezialisten war und auch im Returnspiel ein deutliches Plus gegenüber den beiden fehlerhaften Polen aufwies. Roger selber war insgesamt der beste Mann auf dem Court. In der nächsten Runde wird die Aufgabe allerdings ungleich schwieriger. Yves und Roger treffen frühestens am Dienstag auf den Sieger zwischen den wiedervereinten Mahesh Bhupathi/Leander Paes (Ind/5) und den Amerikanern Mardy Fish/Andy Roddick.

 

Roger ist mit der Auslosung für das Tennisturnier and den Olympischen Spielen sicherlich zufrieden. Er trifft in der ersten Runde auf Nikolai Dawidenko (Russ, ATP 56).Roger wird sich aber davor hüten, die Startaufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen. Erst in den Achtelfinals könnte es zum ersten Duell mit einem Gesetzten kommen, mit Tommy Robredo (Sp/15), gegen den Roger alle fünf offiziellen Begegnungen gewonnen hat. Im Kampf um einen Platz im Halbfinal wären dann Paradorn Srichaphan (Thai/12) oder der zuletzt verletzt gewesene David Nalbandian (Arg/6) mögliche Gegner, im Halbfinal Carlos Moya (Sp/3) oder Rainer Schüttler (De/7). Spielplan Es wird für Roger sehr wichtig sein, seine Kräfte gut einzuteilen: Zwischen dem 15. und 22. August stehen bis zu elf Runden (6 im Einzel, 5 im Doppel) auf dem Programm. Das Doppelturnier wird Roger mit Yves Allegro bestreiten. In der Startrunde treffen die beiden Freunde auf die einzigen Aushängeschilder des polnischen Tennis, Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski, die im letzten Jahr in Sopot und heuer in Costa Do Sauipe triumphierten. Im Erfolgsfall käme es dann ziemlich dick - zum Duell mit Mahesh Bhupathi/Leander Paes (Ind/5) oder Mardy Fish/Andy Roddick (USA).

 
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