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Mutua Madrilena MASTERS - Webnews

17.05.2010 | Tennis

Nadal bissiger als Federer (NZZ Online)

 

Im 17. Final gegen Nadal kassierte er die 12. Niederlage, was nichts an seiner Einschätzung änderte, eine Woche vor Beginn des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres, des French Open in Paris, in guter Form zu sein. Aber er weiss natürlich auch, dass Nadal in der jetzt gezeigten Form der Favorit auf den Gewinn der «Coupe des Mousquetaires» ist. Denn in Paris fliegen die Bälle weniger schnell als in der Höhenlage von Madrid, was Federers Spiel tendenziell zugute kommt. Der meint, verglichen mit dem Leistungsstand, mit dem er nach Madrid gekommen sei, stelle er eine wesentliche Verbesserung fest. Die frühen Niederlagen in Rom und Estoril hatten ihm als solche nicht zu denken gegeben, hatten nur zu einem Mangel an Spielpraxis auf Sandplatz geführt. Doch dieser Mangel ist nun ausgeglichen. Auch die Tatsache, zum ersten Mal nach einem Jahr wieder gegen Nadal auf dessen favorisiertem Boden gespielt zu haben, betrachtet er als hilfreich auf dem Weg nach Paris.

 

Natürlich hätte er am Ende dieses Tages die Zauberkiste lieber mit der Trophäe für den Sieger verlassen, aber zumindest in einer Hinsicht war er auf der Seite der Sieger. Auf dem Weg in den Final hatte er den Triumph «seines» FC Basel im Kampf um den Meistertitel mitbekommen, und dieser Titel, meinte er, sei ihm fast wichtiger als ein Finalerfolg gegen Nadal, der erst hinterher erfuhr, dass «sein» Real Madrid dem FC Barcelona den Vortritt lassen musste – eine Art ausgleichende Gerechtigkeit.

 

 

Für Federer war der FC Basel «fast wichtiger» (Basler Zeitung)

 

Als Roger Federer gestern den Court in Madrid zum Final gegen Rafael Nadal betrat, hatte er ein kleines Glück schon im Sack. Der letzte Punkt war wie ein Wink des Schicksals, doch das Ende war hässlich: Beim zweiten Matchball versprang der Ball derart auf einer Platzunebenheit in der «caja mágica», dass Roger Federer am Ball vorbeischlug – ein Luftschlag. Und so endete die erste Partie der beiden «Tennis-Titanen» (so das Programmheft) seit einem Jahr mit dem totalen Triumph für Rafael Nadal: Der 23-Jährige bezwang Roger Federer in 2:10 Stunden 6:4, 7:6 (7:5).

 

«Ich konnte zwar meinen Titel nicht verteidigen, aber Rafa spielte eine unglaubliche Sandsaison», sagte Federer an der Siegerehrung. Er forderte Nadal alles ab, und obwohl er etwas verhalten begonnen hatte, hätte er beide Sätze trotz frühen Break-Rückständen (0:1/1:2) gewinnen können. Im ersten vergab er wenig zwingend vier Breakbälle zum 5:5, im zweiten missglückte ihm das Tiebreak nach einer 4:2-Führung komplett: Ein fehlerhafter Stoppball leitete die Wende ein; darauf folgten drei weitere Eigenfehler.

 

Das Endspiel, das in einem Kino von Madrid im 3-D-Format live gezeigt wurde, liess die grosse Rivalität zwischen Federer und Nadal in würdiger Form aufleben. Vieles deutet darauf hin, dass sie auch in Paris und Wimbledon weitergehen könnte. Nadal blickt auf seine beste Sandsaison zurück (15:0), und Federer fand in Madrid zu einem Niveau, das ihn für das am Sonntag beginnende French Open zum zweiten Favoriten macht.

 

Für Federer war Madrid trotz der 6. Niederlage der Saison ein grosser Schritt vorwärts. «Dieses Turnier hat meine Lage klar verbessert und gibt mir viel Selbstvertrauen.» Er fand auch Trost im Titelgewinn des FC Basel – während Nadals Lieblingsklub Real Madrid in Spanien nur Zweiter wurde. Schon als er auf den Platz gegangen sei, habe er vom FCB-Triumph gewusst und freue sich extrem. «Im Vergleich zu meiner Niederlage ist es fast wichtiger, dass meine Mannschaft den Pokal an den Rhein geholt hat.»

 

Diese Woche will er sich zuerst erholen, bevor er am Donnerstag einen Schaukampf gegen den Deutschen Rainer Schüttler in Paris bestreitet. Man kann davon ausgehen, dass Federer bereit sein wird für das nächste Grand-Slam-Turnier. Der Sonntag aber gehörte Nadal. «Roger zu schlagen, ist immer sehr speziell, und dass es mir hier in Madrid gelang, ist wunderbar», sagte er. Mit dem Gewinn der drei grossen Sandturniere gehe für ihn ein Traum in Erfüllung. Für das French Open wollte er sich aber nicht in die Favoritenrolle drängen lassen.

 

 

Nadal ist Favorit - aber ich bin nahe dran (sport.ch)

 

"Ich bin nicht allzu enttäuscht", so Federer, nachdem er im Final von Madrid seinem ewigen Konkurrenten Rafael Nadal mit 4:6, 6:7 verloren hatte. Es sei ein gutes Turnier für ihn gewesen, Nadal habe einfach im Final ein Break mehr gemacht - das sei dann bereits entscheidend gewesen.

 

Die Weltnummer 1 zeigte in Madrid von Runde zu Runde eine Leistungssteigerung, was für das am kommenden Sonntag beginnende French Open optimistisch stimmt. "Ich weiss, dass es hart wird'', so der Baselbieter, "aber ich treffe den Ball mittlerweile so, wie ich mir das wünsche.

 

Dass er als Titelverteidiger an den Start gehen kann, ist für Federer aber noch lange kein Grund, um abzuheben: "Nadal ist der Favorit, er spielt phantastisch. Aber ich bin nicht weit hinter ihm."

 
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19.05.2010 | 10:12
It is always such a pleasure to watch you battle Rafa. Such different styles, such high-level play. No matter what the outcome, the viewers win! Thanks and "Allez!"
18.05.2010 | 20:28
2 Mal hat Nadal das TITANEN TREFFEN mit zufälliger Hilfe der Platzunebenheit gewonnen: In “The Battle of the Surfaces“ in Mallorca und in “La caja májica“ in Madrid.

Ich bin überzeugt, jetzt hat Nadal alle seine Jokers verspielt…