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Statistik

ATP-Rang
2
Siege : Niederlagen
66:15
Turnierteilnahmen
20
Turniertitel Einzel
4
 

Grand Slam Titel

 

History|2008

Nach einem für seine Verhältnisse eher schwachen Saisonstark wird bei Roger das Pfeiffersche Drüsenfieber festgestellt. Dennoch erreicht er später die Finals von Paris und Wimbledon und gewinnt das US Open zum vierten Mal in Serie. Emotionaler Höhepunkt ist der Gewinn der Olympischen Goldmedaille im Doppel mit Stanislas Wawrinka in Peking.


Die ersten drei Monate des Jahres bleibt Roger erstmals ohne Titelgewinn. An den Australian Open scheidet er im Halbfinale gegen Novak Djokovic aus. Am 7. März gibt Roger bekannt, dass er seit Dezember des vorangegangenen Jahres am Pfeifferschen Drüsenfieber leidet. Die Viruserkrankung hat ihn geschwächt und erklärt damit den für seine Verhältnisse eher schwachen Saisonstart.

In Estoril gewinnt er sein erstes Turnier des Jahres und erreicht danach die Finals von Monte Carlo, Hamburg und Paris. Bei allen drei Sandplatzturnieren steht ihm aber Rafael Nadal vor der Sonne. Natürlich ist besonders die Niederlage an den French Open schmerzhaft, auch ihm dritten Anlauf kann Roger den Spanier nicht bezwingen.

Beim Rasenturnier in Halle spielt Roger wieder gross auf und gewinnt den Event zum fünften Mal. Seine Serie der Ungeschlagenheit auf Rasen setzt er darauf bis in den Final von Wimbledon fort. In einem epischen Endspiel über fünf Sätze, dem längsten Wimbledon-Finalspiel der Geschichte, endet Rogers Serie auf Rasen nach 65 Siegen in Folge. Nach knapp fünf Stunden siegt Rafael Nadal in der Dämmerung von London.

Nach dieser deprimierenden Niederlage kommen die Olympischen Sommerspiele für Roger gerade recht. Zum zweiten Mal nach Athen 2004 darf er die Schweizer Delegation als Fahnenträger ins Olympische Rund führen. Zahlreiche Athleten aus verschiedenen Nationen und Disziplinen nutzen die Gelegenheit für ein Foto mit dem Tennissuperstar. Dieser scheidet im Einzel zwar im Viertelfinal aus, trumpft zusammen mit Stanislas Wawrinka in der Doppelkonkurrenz aber gross auf. Die beiden gewinnen am 16. August im Spiel gegen das schwedische Duo Aspelin/Johansson die olympische Goldmedaille.

Zwei Tage später wird Roger nicht mehr als Nummer 1 der ATP-Rangliste geführt. Nach 237 Wochen ununterbrochen an der Spitze muss er diese Position abgeben. Dies hindert den frischgebackenen Olympiasieger aber nicht an seiner Titelverteidigung in New York. Im Final gegen Andy Murray holt er seinen fünften US Open Titel und zieht damit mit Sampras und Connor gleich. Trotz des Erfolgs endet hier die Zusammenarbeit mit Coach José Higueras, welche im April begonnen hatte.

Einige Tage später wird Roger Zuhause in Basel  von Tausenden von Fans auf dem Marktplatz der Stadt empfangen. Mit ihm werden auch Stanislas Wawrinka und der Radfahrer Fabian Cancellara, welcher in Peking Gold im Zeitfahren und Silber im Strassenrennen gewonnen hat, gefeiert. Roger geniesst die Sympathiebekundungen, wenige Wochen später gewinnt er auch sein Heimturnier.

Beim Masters zum Saisonschluss erreicht er zum ersten Mal nicht die Halbfinals und beendet das Jahr auf Rang 2 der Weltrangliste.